Nach Unter Leuten nun Über Menschen von Juli Zeh. Die Werbetexterin flieht kurz vor dem ersten Shutdown und aus einer beengten Beziehung aus Berlin ins Ländliche Umfeld in ein kurz zuvor gekauftes altes Haus mit riesigem Garten. Und was findet sie da; Übermenschen? Nazis und AfD-Wähler? Vor allem eine hilfsbereite Nachbarschaft, ein verlorenes Kind, den Nachbarn zur Linken und natürlich sich selbst- irgendwie und irgendwie auch nicht. Sehr schön geschrieben, extrem aktuell und mit grossartig konstruiertem Plot!
Von der Brücke in Uesslingen in einer Stunde hinauf zur Kartause Ittingen zur Gartenbesichtigung und zum Mittagessen im Garten und danach ins Museum, wo wir kurz vor dem Abräumen das Wulliversum von Isabelle Krieg im Keller erleben konnten- Waten in 20cm Schafwolle unter Ketten mit Strausseneiern- und durch den schattigen, aber lichten Frühlingswald mit Kuckuck und Amseln in einer Stunden zurück.

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