Die heilige Henni der Hinterhöfe von Tim Krohn. Mit diesem Buch habe ich mit etwas schwer getan; es hat erst spät einen gewissen Flow, die Figuren bleiben etwas flach, die Henni ist politisch ziemlich unbedarft und ich kann mir nicht vorstellen, dass in den wilden Zwanzigern- des letzten Jahrhunderts notabene- alle jungen Frauen promiskuitiv waren und die jungen Männer entweder rot oder braun. Etwas zu plakativ, aber trotzdem mit genug Drive und ab und zu ziemlich lustig- aber die Moral kommt nach dem Fressen, wie ihr ja schon wisst. Man müsste wieder einmal Brecht lesen, das wäre was!
Bei frischem Wind, wunderbaren Wolkenschiffen und wunderbarer frühsommerlichen Stimmung wieder einmal in 3,5 gemütlichen Stunden von Rikon nach Pfäffikon , meist durch Wald und über erstaunliche Weizen- Hafer- Gersten und Leguminosenfelder in den wunderbarsten Farben. Sehr schön, abgesehen vom ersten Brämenstich diesen Sommer und dass es kein Café oder Hofladen gibt auf der Strecke! Bilder: Tobelbach mit ordentlich Wasser, Gündisau mit "kein-Trinkwasser"-Brunnen, biodiverses Getreidefeld und der Blick auf den türkisfarbenen Pfäffikersee.

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