Der grosse kubanische Autor Leonardo Padura siniert über Die Durchlässigkeit der Zeit. Dreh- und Angelpunkt der zwei Erzählstränge sind eine ungewöhnliche sitzende schwarze Madonna mit schwarzem Jesuskind, die gestohlen wurde und die der ehemalige Polizist und aktuelle am Hungertuch nagende Bücherverkäufer Mario Conde mit Hilfe seiner Freunde und seinem Spürsinn wiederbeschaffen soll. Spannende Soziokulturanalyse im Cuba nach Fidel. Es hat sich noch nicht sehr viel verändert, ausser dass die Cubanos jetzt auch mit drei Währungen bezahlen, falls sie denn Dollares in die Hände bekommen. Anderes ist einfach menschlich oder liegt den Menschen überall auf der Welt nahe: für sich selber schauen, die anderen übers Ohr hauen, aber auch zusammenstehen und sich unterstützen. Wie immer sehr gut geschrieben und absolut lesenswert!

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