Endlich sind sie wieder erhältlich, die Werke der Nobelpreisträgerin 2019 Olga Tokarczuk! Gelesen habe ich Ur und andere Zeiten. Es geht um den Fluss der Zeiten, da gibt es nämlich die Schwarze und die Weisse- zwei Flüsse die sich vereinen und die Mühle die im Dorf Ur steht. Die Mühle mahlt Korn, beschäftigt Personal und der Müller ist ein wichtiger Mann, aber die wichtigsten Figuren sind die Frauen. Es geht um den Lauf des Lebens im Dorf, dem Wald, am Fluss und in der Welt. Es geht um Leben und Sterben und die ganz grossen Fragen. In sehr langsamen Tempo und kurzen Kapiteln erzählt die Autorin mehrere Leben von mehreren Generationen, entwirft ganze Welten in unglaublichen Sprachbilder und schwupps ist ein ganzes Jahrhundert vorbei, das dem 20 igsten gleicht, aber doch nicht ganz entspricht. Ganz grosse Literatur!
Bei frischem Wind, wunderbaren Wolkenschiffen und wunderbarer frühsommerlichen Stimmung wieder einmal in 3,5 gemütlichen Stunden von Rikon nach Pfäffikon , meist durch Wald und über erstaunliche Weizen- Hafer- Gersten und Leguminosenfelder in den wunderbarsten Farben. Sehr schön, abgesehen vom ersten Brämenstich diesen Sommer und dass es kein Café oder Hofladen gibt auf der Strecke! Bilder: Tobelbach mit ordentlich Wasser, Gündisau mit "kein-Trinkwasser"-Brunnen, biodiverses Getreidefeld und der Blick auf den türkisfarbenen Pfäffikersee.

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