Nun also der dritte Band der Neapelsaga von Elena Ferrante: Die Geschichte der getrennten Wege. Wieder entwickelt die Geschichte einen Sog und ist die Architektur etwas sehr konstruiert. Wieder hat sie etwas langweiliges und ist über weite Strecken auch Wiederholung. Interessant die Geschichte Italiens in den 70igern, Brigade Rosse und Frauenbewegung inklusive. Am anstrengendsten sind die Introspektionen der Ich-Erzählerin, die sich selbst zermürbt und um sich selber kreist. Spannend und ätzend zugleich.
Christine Wunnicke: Die Dame mit der bemalten Hand. Der kurze Roman spielt im 18. Jahrhundert und basiert auf sorgfältig recherchierten Facts. Ein deutscher Forschungswissenschaftler trifft auf einer kleinen Insel vor der Indischen Küste auf einen persischen Astrolabienbauer. Sie unterhalten sich auf Arabisch und kommen sich im Laufe von zwei Tagen trotz sehr unterschiedlichen Kulturen näher. Spannend geschrieben aus den zwei verschiedenen Perspektiven!

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