Das Kaufhaus der Träume von Lee Mi-ye. Die Idee ist lustig: die Schläfer- also alle Menschen- suchen sich im Kaufhaus ihre Träume aus. Einzelne Motive sind sehr originell: die Noctilucas verteilen Mäntel und Socken, damit die Leute im Traumland nicht nackt oder in Unterhosen rumlaufen oder die Wahl des Traum des Jahres oder die Absatzschwierigkeiten, die durch immer weniger Schlaf entstehen. Der Plot ist in einzelne Themen aufgeteilt, die mögliche Traumvarianten aufgreifen, das Personal ist ziemlich exzentrisch. Leider ist das Ganze aber ein wenig zu konsumistisch und kawaii aka mit Jöööh-Faktor, insgesamt aber unterhaltsam.
Christine Wunnicke: Die Dame mit der bemalten Hand. Der kurze Roman spielt im 18. Jahrhundert und basiert auf sorgfältig recherchierten Facts. Ein deutscher Forschungswissenschaftler trifft auf einer kleinen Insel vor der Indischen Küste auf einen persischen Astrolabienbauer. Sie unterhalten sich auf Arabisch und kommen sich im Laufe von zwei Tagen trotz sehr unterschiedlichen Kulturen näher. Spannend geschrieben aus den zwei verschiedenen Perspektiven!

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